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Posteingang mit KI automatisieren: Was im Mittelstand funktioniert und was nicht

Stand: · Maurice Denk

KI kann in deinem Posteingang Mails sortieren, Daten aus Anhängen herauslesen und Antworten vorbereiten. Es lohnt sich, wenn bei dir viel Routine ankommt. Es funktioniert aber nur, wenn ein Mensch jede Antwort freigibt und dein Team mitzieht.

Ein Laptop zeigt einen nach Themen sortierten Posteingang

Wo die Zeit im Posteingang verloren geht

In einer Firma mit zehn bis 249 Beschäftigten laufen Bestellungen, Rückfragen, Terminwünsche und Rechnungen jeden Tag im selben Postfach auf. Zuerst muss jemand lesen, worum es geht, wie dringend es ist und wer zuständig ist. Steht zum Beispiel eine Bestellung als PDF im Anhang, tippt jemand Artikel und Mengen von Hand in das Programm, in dem ihr Aufträge verwaltet. Dieselbe Rückfrage, die schon oft beantwortet wurde, schreibt wieder jemand neu.

Die Zeit geht also meist an Lesen, Sortieren, Abtippen und Weiterleiten verloren, kaum an schwierige Entscheidungen.

Was KI dabei übernehmen kann

Diese fünf Aufgaben kann KI übernehmen:

Denk Digital baut solche Abläufe. Abgeschickt wird erst nach Freigabe durch einen Mitarbeiter.

Mehr dazu: KI-Automatisierung

Was beim Menschen bleibt

Jede Antwort gibt ein Mitarbeiter frei. Er liest den Entwurf, ändert ihn bei Bedarf und schickt ihn selbst ab, denn die KI kann sich irren, und die Mail trägt den Namen deiner Firma. Auch Entscheidungen bleiben bei Menschen, zum Beispiel ob du bei einer Reklamation entgegenkommst. Das Gleiche gilt für Sonderfälle, die in kein Muster passen. Beschwerden brauchen Fingerspitzengefühl: Ein verärgerter Kunde merkt, ob ihm jemand schreibt, der ihn ernst nimmt.

Woran es in der Praxis scheitert

Wenn KI im Posteingang kaum etwas bringt, sind das meist diese fünf Gründe:

Datenschutz in drei Sätzen

Schließe einen Auftragsverarbeitungsvertrag (er regelt, wie ein Dienstleister mit Daten umgehen darf) mit dem Dienstleister, der den Ablauf baut, und mit dem KI-Anbieter. Gib der KI nur die Daten, die sie für die Aufgabe braucht. Deine Mitarbeiter müssen wissen, was sie eingeben dürfen und was nicht.

So findest du heraus, ob es sich bei dir lohnt

Beantworte diese sechs Fragen für deinen Betrieb:

  1. Wie viele Mails kommen bei dir am Tag an?
  2. Wie viele davon sind Routine, also Fragen, die sich ähnlich wiederholen?
  3. Wer beantwortet sie heute?
  4. In welchem Programm passiert das, in deinem Mailprogramm oder zusätzlich in einem anderen?
  5. Gibt es Vorlagen für die häufigen Antworten?
  6. Wer gibt heute frei, was nach außen geht?

Je mehr Routine ankommt und je klarer Zuständigkeiten und Vorlagen sind, desto eher lohnt sich KI. Ist fast jede Mail ein Einzelfall, lohnt es sich eher nicht.

Nächster Schritt

Beantworte die sechs Fragen für deinen Betrieb. Im kostenlosen Erstgespräch (30 Minuten) klären wir dann, ob sich ein KI-Check für dich lohnt. Der KI-Check dauert einen Tag vor Ort. Du bekommst einen Bericht mit den drei Abläufen, bei denen sich KI zuerst lohnt, mit der Ersparnis in Euro, einem Festpreis und einem Förder-Check.

Mehr dazu: KI-Check